Publikationstypen

1. Was ist eine Zeitung, was ist eine Zeitschrift oder eine Online-Plattform?

Unter Zeitschrift (Journal Article) versteht man wissenschaftliche Zeitschrift oder Fachzeitschrift. Die Fachzeitschrift kann sich an ein nicht-wissenschaftliches Publikum richten.

  • Beispiel 1: Der Beobachter ist keine Zeitschrift, sondern eine Zeitung (Newspaper Article)
  • Beispiel 2: Das Magazin, die Zeitschrift der Universität Zürich, ist eine Zeitschrift. Beiträge werden in ZORA erfasst, wenn sie von Forschenden der Universität Zürich verfasst wurden.
  • Beispiel 3: Die Reformierte Presse ist eine Wochenzeitung mit eigener ISSN und wird als Newspaper Article erfasst. 
  • Beispiel 4: facultativ / Beilage zur Reformierten Presse ist eine Magazinbeilage der Reformierten Presse und wird von der Theologischen Fakultät der UZH herausgegeben. Sie ist wohl eher eine Zeitschrift.
  • Beispiel 5: Tangram, das Bulletin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, ist wohl eher eine wissenschaftliche Zeitschrift oder Fachzeitschrift: Journal Article. 
  • Beispiel 6: Der Scientific American ist ein Journal, das sich an ein nicht-wissenschaftliches Publikum richtet: Journal Article. 

Bei Online-Plattformen wie z.B. Publikationen von Bundesämtern ist manchmal unklar, ob dies nun eine wissenschaftliche Zeitschrift, eine Zeitung oder eine Plattform ist. Um in ZORA aufgenommen zu werden, sollte eine Archivstruktur vorhanden sein, und die einzelnen Artikel sollten zitierbar sein mit bibliographischen Angaben, nicht nur mit einer URL. Nicht alle Plattformen erfüllen das. Die ZORA-Redaktion lässt im Zweifelsfall die Submitter-Deklaration stehen (Journal Article, Newspaper Article, Book Section) und nimmt den Artikel an.
Alternativ können Online-Plattformen auch als "Scientific Publication in Electronic Form"  oder als "Published Research Report" aufgenommen werden.

Zu Zeitungen gehören auch Wochenzeitungen. Manchmal bezeichnen Submitter Zeitungen als Journals. Das muss dann korrigiert werden. Falls die entsprechende Zeitung nicht im Leitfaden steht, wird der Beitrag aus ZORA abgelehnt. Bei Unklarheiten fragen Sie bitte die zentrale ZORA-Redaktion.

2. Wann ist eine Arbeit ein "original work" oder "further contribution"?

Generell gelten als "further contribution":

  • Letter to the Editors
  • Rezensionen, Buchbesprechungen
  • Editorial
  • Übersichtsartikel
  • Review, Minireview
  • Preview
  • Kommentar
  • Leserbrief

Solche Bezeichnungen sieht man meinstens auf der Website der Publikation beim Verlag oder in Datenbanken wie PubMed. 
Bei Buchbesprechungen/Rezensionen wird dies im Titel so vermerkt: "Book review of: ...", "Rezension von: ...", "Buchbesprechung von: ..." oder ähnlich. So ist klar, dass es sich um eine "further contribution" handelt und der Beitrag erscheint im richtigen Kapitel im akademischen Bericht.

Im Zweifelsfall lässt die ZORA-Redaktion die Angaben des Submitters stehen.

3. Was bedeutet die Erklärung aus ZORA zu Conference Item?

In ZORA steht: A paper or presentation given at a conference or workshop. If the conference or workshop item is published in a book or journal then please deposit it in ZORA when the book or journal is published and use "book section" or "journal article" instead.

Wenn der Konferenzbeitrag als Buchkapitel oder Zeitschriftenartikel publiziert wird, kann man ihn als solches in ZORA eingeben, d.h. als Publikationstyp Book Section oder Journal Article zum Zeitpunkt der Veröffentlichung in dieser Form. Beiträge zu Proceedings und Beiträge, die nur auf der Konferenzplattform publiziert werden, können als Conference Item erfasst werden. Die Angaben der Submitter werden durch die ZORA-Redaktion nicht geändert, da in den verschiedenen Disziplinen die Publikationstypen (Konferenz oder Buch) unterschiedlich gewichtet werden.

4. Wie sollen Psychologische Tests und Testmanuale in ZORA erfasst werden?

Ausschlaggebend ist die Form, in welcher diese psychologischen Tests/Testmanuale beim Verlag publiziert wurden:

  • als Artikel in einer Zeitschrift
  • als Teil eines Buches
  • als Beitrag zu einer Konferenz / einem Workshop

Psychologische Tests/Testmanuale haben üblicherweise den Umfang eines Buches oder eines langen Buchkapitels - das hängt vom Konstrukt ab, zu dem der Test entwickelt wurde - und werden immer (und ausschliesslich) gesondert in dieser Form publiziert, wie beispielsweise bei Hogrefe.

5. Nimmt ZORA Antworten auf Leserbriefe, Kommentare an die Editoren und ähnliches auf?

Ja, falls sie in einem der Publikationstypen des Leitfadens veröffentlicht wurden, typischerweise als Journal Article oder book Section. Sie gelten meistens als „further contribution“, nicht „original article“. Gibt der Submitter „nicht-referiert“ an, auch wenn die Zeitschrift als solche als referiert gilt, so lässt die ZORA-Redaktion diese Angabe stehen (nicht-referiert). Grund: solche Publikationen sind in der Tat oft nicht-referiert, auch wenn sie in einem referierten Journal erscheinen.

6. Ist es zwingend, bei einer Dissertation oder einer Habilitation den Volltext (PDF) in ZORA einzugeben?

Die Universität Zürich verpflichtet ihre Forschenden, eine vollständige Fassung aller publizierten wissenschaftlichen Arbeiten in ZORA mit Open Access zu hinterlegen,
sofern dem keine rechtlichen Hindernisse entgegenstehen. Wir empfehlen daher einen Volltext zu hinterlegen, welcher gegebenenfalls auch nur intern für UZH-Mitglieder zugänglich sein kann.

7. Wie nimmt man einen Lexikon-Eintrag in drei verschiedenen Sprachen in ZORA auf?

Als ein einzelnes Item, mit einer Sprache im Feld "Title" und den zwei anderen Sprachen im Feld "Other Title". Unter "Language" können alle drei Sprachen angewählt werden.

8. Gehören Publikationen der Plattformen ArXiv oder bioRxiv, die noch in keinem Journal erschienen sind auf ZORA?

Publikationen auf ArXiv oder bioRxiv können als "Working Paper" in ZORA erfasst werden.

9. Ist ein Jahrbuch ein Journal oder eine Buchreihe?

Jahrbücher werden in ZORA als Buchreihe erfasst, die einzelnen Beiträge sind also "Book chapters".

10. Ist ein Case Report (Medizinischer Fall) ein "original work" oder ein "further contribution"?

Case reports sind manchmal schwierig einzuteilen zwischen "original work" und "further contribution", da sie eigentlich eine eigene, aber nicht in ZORA erfasste inhaltliche Kategorie sind. Viele Submitter geben "original work" an. Ausser es handle sich um wirklich kurze Beiträge. Es gibt halbseitige case reports, die aus einem Bild und fünf Zeilen Text bestehen.  Das können keine "original works" sein, also sind das "further contributions".

Definition Originalarbeit aus dem Leitfaden: Eine Originalarbeit ist eine vollständige Darstellung einer neuen wissenschaftlichen Erkenntnis im Gegensatz zu Übersichtsartikeln, Editorials, Rezensionen u.a.

Im Zweifelsfall lässt die ZORA-Redaktion die Angaben des Submitters stehen.

11. Was ist eine Scientific Publication in Electronic Form?

Die Kriterien für diesen Publikationstypen sind

  • wissenschaftlich
  • publiziert (bei einem Verlag oder auf einer verlags-ähnlichen Plattform).

Das Format dieser Publikationen ist offen, das können beispielsweise audiovisuelle Beiträge sein, oder publizierte CD-ROMS o.ä.
Unter diesem Publikationstypen können auch Fernseh- oder Radiobeiträge erfasst werden, sofern sie den oben genannten Kriterien entsprechen.

12. Können Fernsehbeiträge in ZORA aufgenommen werden?

Fernseh- und andere audiovisuelle Beiträge können als "Scientific Publication in Electronic Form" in ZORA erfasst werden, wenn sie bei einem Verlag oder auf einer verlagsähnlichen Platform (bspw. Archiv des SRF) publiziert sind.

13. Erfassung von Schul- und Lehrbüchern

Sollen Einträge in ZORA als Schul- oder Lehrbücher im Akademischen Bericht erscheinen (Kapitel 11.5), können diese zunächst als Monographie erfasst werden. Zusätzlich muss im Feld Stichwörter (eng. Uncontrolled Keywords) der feststehende Begriff schoolbook oder textbook eingetragen werden. Die Zuweisung im Akademischen Bericht erfolgt dann automatisch.

14. Masterarbeiten

Seit Juli 2017 können in ZORA auf Wunsch der Universitätsleitung auch Masterarbeiten hochgeladen werden.

Masterarbeiten werden in ZORA unter folgenden Voraussetzungen aufgenommen:

  • Die inhaltliche Qualitätsprüfung wurde durch die Betreuerin / den Betreuer erfolgreich abgeschlossen.
  • Das Einverständnis zur Publikation sowohl der Verfasserin / des Verfassers als auch der Betreuerin / des Betreuers liegt vor.
  • Die Verfasserin / der Verfasser verfügt über die entsprechenden uneingeschränkten Rechte an der Masterarbeit.
  • Das hochgeladene PDF entspricht der begutachteten und ggf. verbesserten Endversion. Das PDF wird frei zugänglich in ZORA angeboten.
  • In begründeten Ausnahmefällen kann ein Embargo von bis zu 12 Monaten im Bereich "Hochladen" angegeben werden. Dazu muss der Grund im Feld "Kommentare und Hinweise" unter dem Schritt "Details" angegeben werden.
  • Die Prüfung durch eine Plagiatssoftware und entsprechende Massnahmen zur Vermeidung von Plagiaten sind erfolgt: http://www.uzh.ch/de/studies/teaching/plagiate.html

Bitte beachten Sie: Masterarbeiten werden NICHT in die akademischen Berichte (Zahlenteil, Kapitel 7.5) überspielt.