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Kooperative Speicherbibliothek Schweiz

Nach der Eröffnung der Speicherbibliothek in Büron/LU und der Definition der zahlreichen organisatorischen, logistischen und finanziellen Prozesse mit den Partnerbibliotheken, konnten von Dezember 2016 bis August 2017 die Ersteinlagerungen von Beständen aus HBZ und Institutsbibliotheken durchgeführt werden. Weitere Auslagerungen sind geplant.

Weitere Informationen

Wikipediabeitrag zum Projekt Kooperative Speicherbibliothek Schweiz

Teilnehmer
Hauptbibliothek der Universität Zürich (Koordination für die Universität Zürich)
 
Eine Aktiengesellschaft stellt den Finanzbedarf von rund 29 Mio. für den Bau zur Verfügung. Der operative Betrieb wird durch einen Verein geführt, dem alle Projektpartner angehören.
 
Vorteile und Chancen einer Teilnahme

Die Speicherbibliothek ist als voll automatisiertes Büchermagazin mit Digitalisierungsstelle und Logistikzentrum ein idealer Archivierungsort insbesondere für weniger häufig genutzte Bestände und bietet auch in konservatorischer und sicherheitstechnischer Hinsicht höchste Standards. Zudem kann das Aussenlager modular erweitert werden.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Kanton Luzern und den weiteren Partnern profitiert die Universität Zürich von den Synergien bei Planung und Betrieb. Zudem konnten so die planerischen und politischen Schwierigkeiten eines reinen Zürcher Bauprojekts vermieden werden

Zusammenlegen von Beständen schafft Platz in den Partnerbibliotheken der UZH. Freiwerdende Flächen können von den jeweiligen Instituten intern umgenutzt werden.

Fakten

Die UZH verfügt über rund 2.8 Mio Bände (ohne Zentralbibliothek; Quelle: Schweizerische Bibliotheksstatistik des BFS) in den über 60 Teilbibliotheken und rund 96 Buchstandorten. Jährlich kommen rund 58‘000 Bände hinzu, die rund 580 qm zusätzliche Fläche für Freihandaufstellung benötigen.
Es bestehen insbesondere in den Geistes- und Sozialwissenschaften zahlreiche Überschneidungen zwischen den Beständen der Institutsbibliotheken (ISB) untereinander und zusätzlich mit der Zentralbibliothek Zürich (ZB).
Die ISB haben akute Platzprobleme und die Raumkapazitäten sind weitgehend erschöpft.
Es gibt objektive Grenzen des Wachstums insbesondere im Zentrum und es gehört zu den Grundüberlegungen des Projekts, bauliche Erweiterungen an teuerster Lage für gering genutzte Bestände stärker als bisher zu vermeiden.


Einschätzung Projekt für die UZH

Die UZH hat Raum für 121‘000 Bände, also für rund 4% ihres Bestandes, in der Speicherbibliothek reserviert. Von den bisher zur Auslagerung angemeldeten Beständen (108‘000 Bände) stammt rund die Hälfte aus dem Bereich Medizin/Naturwissenschaften, der Anteil der Institute der PhF beträgt rund ein Drittel. Das Projekt ist ein erster Schritt und ein Probelauf mit relativ geringem Volumen.
Die Teilnahme ist für die ISB freiwillig. Die jeweiligen Institutsverantwortlichen entscheiden über allfällige Auslagerungen.
Den Schwerpunkt der Auslagerung bilden wenig genutzte Bestände, keine Grundlagenliteratur.
Freiwerdende Flächen können von den Instituten intern umgenutzt werden.
Das Projekt ist zentral durch die HBZ (in Zusammenarbeit mit der ZB) organisiert. Die ISB übernehmen die vorbereitenden Arbeiten für die eigenen auszulagernden Bestände.
Die Mietkosten des für die UZH reservierten Raumes werden zentral von der HBZ getragen.

Zwei Archivierungsmöglichkeiten

Zu den Grundüberlegungen der Kooperativen Speicherbibliothek gehört die Dedoublierung von Zeitschriftenbeständen auf ein Exemplar, die dem Verein als kollektiver Bestand gehören. Dadurch können gegenüber redundanten Einlagerungen erhebliche Lagerkosten eingespart werden können. Die Reduktion auf ein Exemplar bedeutet aber auch, dass diese Bände nicht mehr entliehen werden, sondern für Archivierung und die Erstellung von Scans in der Speicherbibliothek verbleiben müssen.

Grundsätzlich ist es möglich, Zeitschriften auch im individuellen Bestand zu lagern und ausleihbar zu machen. Dies sollte gut überlegt sein, weil es dem Grundgedanken der Speicherbibliothek zuwider läuft. Damit würde die Einlagerung eines zweiten Exemplars notwendig, um die fristgerechte Erstellung von Scans auch bei entliehenem Exemplar im individuellen Bestand sicherzustellen. Für den Bibliothekskunden wird zudem nicht nachvollziehbar sein, warum bestimmte Zeitschriftenbestände ausleihbar sind und andere nicht.

Bestände können folgendermassen eingelagert werden:

  • kollektiver Bestand: dedoublierter Zeitschriftenbestand im Besitz des Vereins Speicherbibliothek
  • individueller Bestand: nicht dedoublierter Monographienbestand bleibt im Besitz der abgebenden Bibliothek

Liefer- und Servicebedingungen

Nach derzeitigem Stand soll die Speicherbibliothek von Montag bis Freitag einen Vollservice anbieten, bis 15.00 eintreffende Bestellungen sollen am gleichen Tag bearbeitet werden. Samstags wäre ein elektronischer Dokumentenlieferdienst und Postversand möglich; ein Kurierversand lohnt sich hingegen wegen der insgesamt geringen Bestellmenge nicht.

Gebühren

Das Gebührenmodell wird wegen Auswirkungen auf andere Universitätsbibliotheken in der Konferenz Deutschschweizerischer Hochschulbibliotheken (KDH) noch besprochen und wird nach Entscheid hier kommuniziert. Für Gebühren gilt grundsätzlich:

  • Sie beziehen sich zunächst auf die Nutzung des Gesamtbestands der Speicherbibliothek (rund 3 Mio Bände), nicht nur auf die von der UZH ausgelagerten Bestände.
  • Ein Verzicht auf Gebühren würde eine schweizweite kostenlose Nutzung der Bestände der Speicherbibliothek bedeuten und falsche Anreize setzen.
  • An der UZH suchen wir Lösungen, um die Lieferungen aus dem eigenen Bestand in die Institute der UZH zumindest für die Institutsangehörigen möglichst kostenfrei zu realisieren.
  • Auch bisher war die Erstellung von Kopien aus Institutsbeständen mit Kopier- und Personalkosten verbunden, die nun wegfallen. Der automatisierte Logistik- und Scanprozess in der Speicherbibliothek ist zudem deutlich günstiger als die Vollkosten der individuellen Kopienerstellung in den ISB.

Termine
24.11.2013 Das Stimmvolk des Kantons Luzern hat dem Kredit von 28,8 Millionen Franken
für die Errichtung und den Betrieb eines gemeinsamen Aussenlagers zugestimmt
27.03.2014 Universitätsleitung hat den Beitritt UZH zum Trägerverein Speicherbibliothek genehmigt
10.11.2014 Grundsteinlegung Speicherbibliothek in Büron im Kanton Luzern
Anfang 2016 Eröffnung der Speicherbibliothek
1. Quartal 2016 Ersteinlagerung der Bestände der Zentralbibliothek Zürich geplant
4. Quartal 2016
und 1. Quartal 2017
Ersteinlagerung der Bestände der UZH geplant
2016 Eröffnung der Speicherbibliothek, Ersteinlagerungen der Zentralbibliothek Zürich
2017 Ersteinlagerungen HBZ und Institutsbibliotheken UZH

 

Kontakt: speicherbibliothe[at]hbz.uzh.ch

Kontakt
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hbz(at)hbz.uzh.ch
Tel.: +41 44 634 50 50
 
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