Datenmanagementplan (DMP)

Ein Datenmanagementplan (DMP) beschreibt den Umgang mit Daten, die während eines Projekts generiert oder verwendet werden. Viele Förderinstitutionen verlangen von den Antragstellern die Vorlage eines DMPs. Beispielsweise ist ein DMP seit Oktober 2017 integraler Bestandteil aller Forschungsanträge des SNF. Zum Zeitpunkt der Antragstellung sollte dieser so genau und ausführlich wie möglich sein, jedoch ist er ein lebendiges Dokument, welches während eines Projekts fortlaufend aktualisiert werden kann und muss. Mit Projektabschluss wird die finale Version veröffentlicht. Ein SNF-DMP besteht aus vier Kapiteln:

1. Generierung von Daten und Dokumentation

Im ersten Teil wird beschrieben, welche Daten generiert bzw. weiterverwendet werden und welche Methoden angewendet werden. Nach Möglichkeit ist hier bereits das ungefähre Datenvolumen anzugeben. Zudem erfolgen die notwendigen Metadatenbeschreibungen und die Dokumentation der Daten (z.B. die Benennung der Dateien).

2. Ethische, urheber- und persönlichkeitsrechtliche Aspekte

Falls Daten Persönlichkeitsrechten, Copyright oder sonstigen Verträgen unterliegen, sollte erläutert werden, ob die Daten modifiziert (z.B. anonymisiert) werden müssen, um eine Veröffentlichung zu ermöglichen. Auch die Gewährleistung der Sicherheit sensibler und nicht teilbarer Daten ist ein Thema.

3. Datenspeicherung und –erhalt

Hierzu gehören die Nennung der Repositories oder Server sowie die Frequenz von Back-ups und der für die Datensicherung verantwortlichen Personen oder Einrichtungen.

4. Teilen und Wiederverwenden von Daten

Um die Weiterverwendung von Daten zu ermöglichen, wird beschrieben, wie und wo Daten geteilt werden, wer Zugang zu diesen Daten haben wird und wie sensitive Daten geschützt werden. Das ausgewählte Repository sollte den FAIR-Prinzipien entsprechen.