Raubverlage

In den letzten Jahren ist die Zahl der Zeitschriften von Raubverlagen (Predatory Journals) sprunghaft angestiegen. Folgende Strategien sind gebräuchlich:

  • Hohe Publikationsgebühren bei keinen oder unzureichenden Leistungen zur wissenschaftlichen und redaktionellen Qualitätssicherung
  • Generelle Intransparenz bezüglich Qualitätskontrolle, Gebühren, Urheberrecht
  • Mitglieder des Editorial Boards existieren nicht, oder die Namen bekannter Forschender werden ohne deren Wissen verwendet
  • Imitation von Namen und Design renommierter Fachzeitschriften
  • Nutzung gefälschter Impact-Faktoren
  • Versenden von Spam-Emails, in denen eine unplausibel schnelle Publikation versprochen wird, obwohl ein aufwendiges Peer-Review durchgeführt werden soll

Mit der Publikation in einer dieser Zeitschriften sind Reputation und Glaubwürdigkeit der Forschenden und deren Institutionen gefährdet.

Zur Auswahl einer passenden Zeitschrift ist es empfehlenswert zu prüfen, ob die Zeitschrift bzw. der Verlag bei folgenden Initiativen verzeichnet ist:

Gerne berät Sie das Open Access Team, wenn Sie Zweifel an der Seriosität einer Zeitschrift haben.

Weiterführende Informationen

Think. Check. Submit.
Think. Check. Submit. bietet einen Leitfaden, eine Checkliste und Denkanstösse für die Wahl der richtigen Zeitschriften.

Qualität von Open Access-Zeitschriften durch Journal Score Cards
Als klassischer Messwert für die Qualität von Zeitschriften gilt nach wie vor der Impact Factor. Gerade neu lancierte Zeitschriften sind angewiesen auf alternative Qualitätsindikatoren. Ein Ansatz ist die Bewertung durch Autoren/Fachkollegen anhand von Score Cards.

SNF Open Access FAQ
Der Schweizerische Nationalfonds befasst sich seit längerem mit der Problematik und gibt Hinweise zum Umgang mit predatory journals.